Scheune

Foto Innenansicht: Tino Schierbaum

2007 wurde die scheune privatisiert und wird seitdem durch den scheune e.V. betrieben. Jährlich finden mehr als 300 Veranstaltungen mit zusammen ca. 60.000 Besuchern statt. Fast täglich öffnet das Haus seine Pforten und bietet von Konzerten unterschiedlichster musikalischer Stilrichtungen über Theater, Lesungen, Kabarett oder Film bis hin zu Partys eine große Bandbreite an kulturellen Erlebnissen und künstlerischen Genüssen an. Dazu kommt die Mitwirkung und Ko-Veranstaltung der scheune bei diversen Festivals, wie z.B. der Tanzwoche Dresden, des Stadtteilfestes Bunte Republik Neustadt, des Dresdner Drumfestivals, der Jiddischen Musik- und Theaterwoche, den MedialenBildwelten 21. Das größte Projekt ist der scheune – Schaubudensommer, ein Theater- und Kleinkunstfestival, das bereits seit 1998 mit dem Schaubude Dresden e.V. und der Stadt in Kooperation gestaltet wird.

SCHEUNE
Alaunstrasse 36-40
01099 Dresden
Magnus Hecht
Tel. 0351 – 323 55 6 -40

http://www.scheune.org

Riesenwellen und Zuckertüten

… Ein Jahr, bevor ich zur Schule kam, wurde ich, mit knapp sechs Jahren, das jüngste Mitglied des Turnvereins „zu Neu- und Antonstadt“. Ich hatte meiner Mutter keine Ruhe gelassen. Sie war strikt dagegen gewesen. Ich sei noch zu klein. Ich hatte sie gequält, bestürmt, belästigt und umgaukelt. „Du mußt warten, bis du sieben Jahre alt bist“, hatte sie immer wieder geantwortet.
Und eines Tages standen wir, in der kleineren der zwei Turnhallen, vor Herrn Zacharias. Die Knabenriege machte gerade Freiübungen. Er fragte „Wie alt ist denn der Junge?“ „Sechs“, gab sie zur Antwort. Er sagte: “Du mußt warten, bis du sieben Jahre alt bist.“ Da nahm ich die Hände, ordnungsgemäß zu Fäusten geballt, vor die Brust, sprang in die Grätsche und turnte ihm ein gymnastisches Solo vor! Er lachte. Die Knabenriege lachte. Die Halle hallte vor fröhlichem Gelächter. Und Herr Zacharias sagte zu meiner verdatterten Mama: „Also gut, kaufen Sie ihm ein Paar Turnschuhe! Am Mittwoch um drei ist die erste Stunde!“

Erich Kästner, 1957
Aus: Als ich ein kleiner Junge war, Atrium Verlag

Bei der „kleineren der zwei Turnhallen“ handelt es sich um das Gebäude in der Alaunstrasse 36/40, dem heutigen Sitz der scheune.

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Scheune

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Scheune 51.066185, 13.751444 Auf dem Gelände der ehemaligen zwei Turnhallen finden heute Lesungen und Veranstaltungen statt.Mehr erfahren