Tanteleuk

 

Ein wahr gemachter Mädchentraum

Für Katharina Traub begann das Tanteleuk als lang gehegter Mädchentraum, der mal mehr, mal weniger präsent war. Den Anstoß zur Umsetzung gab schließlich die Unmöglichkeit, in Dresden Kaffee und Kuchen in einem schönen Ambiente genießen zu können. Katharina nahm all ihren Mut zusammen und machte das Tanteleuk im April 2012 Wirklichkeit. Seitdem gibt es in Dresden: Den Platz zum Verweilen, Lesen, Arbeiten und Quatschen für Jung und Alt. Oder wie Katharina es beschreibt: „Das Tanteleuk ist das Klare vom Tag. Es entspannt und unterstützt zugleich das Tagewerk, das jeder vollbringt. Wir bieten einen Raum, in den der Dunst der Nacht keinen Zutritt hat und von dem aus der Duft von frischem Kuchen und Kaffee bis auf die Straße hinaus weht.

TANTELEUK
Louisenstraße 24
01099 Dresden

Tel. 0351 40754562

www.tanteleuk.de/

Telegramm an alle welt: -. .- konferenz in london beendet -. . – verhandlungen ergebnislos-. . – vildung von vier internationalen kommissionen -. .- nächste konferenz beschlossen -. .- wegen tagungsort noch meinungsverschiedenheiten -. .–..—..—-

Eines schönen Tages wurde es den Tieren zu dumm. Der Löwe Alois, der sich mit Oskar, dem Elefanten, und dem Giraffenmännchen Leopold wie immer freitags zum Abendschoppen am Tsadsee in Nordafrika traf, sagte, seine Künstlermähne schüttelnd: „O diese Menschen! Wenn ich nicht so blond wäre, könnte ich mich auf der Stelle schwarz ärgern!“
Oskar, der Elefant, drehte sich unter dem eignen hoch erhobenen Rüssel, woraus er, wie unter einer lauen Badezimmerdusche, den Staubigen Rücken besprenkelte, räkelte sich faul und brummte etwas im tiefsten Bass vor sich hin, was die beiden anderen nicht verstanden.
Die Giraffe Leopold stand mit gegrätschten Beinen am Wasser und trank in kleinen hastigen Schlucken. Dann meinte sie, ach nein, er: „Schreckliche Leute! Und sie könnten´s so hübsch haben! Sie tauchen wie die Fische, sie laufen wie wir, sie segeln wie die Enten, sie klettern wie die Gämsen und fliegen wie die Adler, und was bringen sie mit ihrer Tüchtigkeit zustande?“
„Kriege!“, knurrte der Löwe Alois. „Kriege bringen sie zustande. Und Revolutionen. Und Streiks. Und Hungersnöte. Und neue Krankheiten. Wenn ich nicht so blond wäre, könnte ich mich auf der Stelle…“
„Schwarz ärgern“, vollendete die Giraffe den Satz. Denn den kannten die Tiere der Wüste längst auswendig.
„Mir tun bloß die Kinder Leid, die sie haben“, meinte der Elefant Oskar und ließ die Ohren hängen. „So nette Kinder! Und immer müssen sie die Kriege und Revolutionen und Streiks mitmachen, und dann sagen die Großen noch: Sie hätten alles nur getan, damit es den Kindern später einmal besser ginge. So eine Frechheit, was?“

Erich Kästner
aus: Die Konferenz der Tiere, 1949