Erich Kästner Museum im Literaturhaus Villa Augustin

Der Förderverein für das Erich Kästner Museum / Dresdner Literaturbüro e.V. hat mit dem Einzug in die Villa Augustin einen ideal gelegenen, durch die Verknüpfung mit dem Schriftsteller Erich Kästner authentischen Standort im Herzen der Dresdner Neustadt gefunden. Nach den anfänglichen Wanderungen des Dresdner Literaturbüros eröffnete sich im Jahr 1999, verbunden mit der Idee für ein Erich Kästner Museum, die Möglichkeit, das ambitionierte Literaturhaus-Projekt im ehemaligen Wohnhaus von Erich Kästners Onkel Franz Augustin zu konzipieren. Vor allem durch Eigeninitiative – mit Hilfe von engagierten Bürgern und Firmen – konnte der erste Schritt getan werden, das Erdgeschoss der Villa einer kulturellen Nutzung zuzuführen. Seit nunmehr 15 Jahren wird hier nachhaltige Literaturvermittlungsarbeit in die Mitte der Gesellschaft hinein betrieben. Das ergonomische Literaturhaus mit Museum und Veranstaltungsbetrieb hat sich zum Anziehungspunkt für Touristen und zum Treffpunkt für vielfältige Akteure der Dresdner Literatur- und Kulturszene entwickelt.

Antonstrasse 1
01097 Dresden
Andrea O’Brien
Tel. 0351 – 8045087
www.erich-kaestner-museum.de

http://www.literaturhaus-dresden.de

Onkel Franz wird Millionär

… Er kaufte das Haus Antonstraße 1. „Haus“ ist nicht ganz das richtige Wort. Es handelte sich um eine zweistöckige, geräumige Villa mit einem schattigen Garten, der fast ein Park war und mit der Schmalseite an den Albertplatz grenzte. An den Albertplatz, der zu meinem Schulweg gehörte. An diesen geschäftigen und trotzdem feierlichen Platz mit dem Theater und seinen zwei großen Springbrunnen, die „Stilles Wasser“ und „Stürmische Wogen“ hießen.
Zu der großen Villa und dem kleinen Park gehörten, außer den hohen, alten Bäumen, ein Treibhaus, zwei Pavillons und ein Seitengebäude mit einem Pferdestall, einer Wagenremise und einer Kutscherwohnung. In die Kutscherwohnung zog Frieda, die Perle, und wurde zur Wirtschafterin ernannt. Sie erhielt ein Dienstmädchen und einen Gärtner als Hilfe und übernahm die Regierung. Sie beherrschte, vom ersten Tag an, ihre neuen Pflichten, als sei sie in zweistöckigen Villen aufgewachsen. Tante Lina tat sich schwerer. Sie wollte keine gnädige Frau werden und sie wurde keine. Sie und Frieda stammten aus dem Erzgebirge und ihre Väter waren im gleichen Steinkohlenbergwerk Häuer gewesen.

Erich Kästner, 1957
Aus: Als ich ein kleiner Junge war, Dressler Verlag

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Villa Augustin

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Villa Augustin 51.063770, 13.745700 Unser Rundgang startet im ehemaligen Wohnhaus von Erich Kästners Onkel Franz Augustin, der Villa Augustin am Albertplatz.Mehr erfahren